Home Neuigkeiten Insights Food Service Trends: 4. Quartal 2015 | Marktforschung

Q4 2015 Foodservice Global Executive Topline

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Die deutsche Gastronomie trotzt den aktuellen Krisen

Die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland verlief insgesamt recht erfreulich, was an den zumindest moderaten Steigerungsraten beim BIP abzulesen ist. Positive Einflüsse kamen dabei primär aus dem stabilen Geschäftsklima, niedrigen Ölpreisen, niedrigen Zinsen und dem aktuellen Eurokurs, der sich günstig auf das Exportgeschäft auswirkte. Auch die weiterhin günstige Entwicklung des Arbeits-markts stellt einen stabilisierenden Faktor dar, woraus sich wiederum Steigerun-gen bei der privaten Kaufkraft der Konsumenten ergaben. Dennoch bleiben die ungewissen Zukunftsaussichten durch viele weltpolitische Konflikte und lokale Krisen. Auch das Verbrauchervertrauen unterstreicht diese Situation: wie schon im Vorjahr zeichnete sich die erste Jahreshälfte noch durch positive Werte aus, die dann aber ab September in den negativen Bereich rutschten und im vierten Quartal mit dem niedrigsten Wert seit 2013 schlossen. Ein Auslöser für den Abwärtstrend liegt sicherlich in der Flüchtlingskrise begründet, die zunehmend mehr Menschen in Deutschland Sorgen bereitet – auch um ihre persönliche finan-zielle Zukunft. Das Vertrauen auf eine stabile Wirtschaftsentwicklung leidet eben-falls darunter. Andererseits dürfte aber die große und zunehmende Zahl der Flüchtlinge auch einen positiven Effekt auf den Konsum haben. Insgesamt herrscht also nach wie vor eine relativ gute Wirtschaftslage und ein hoher Lebensstandard in Deutschland vor, die allerdings bedroht werden, was zunehmend Sorgen bereitet und die Verbraucherstimmung trübt. 

Im deutschen Gastronomiemarkt war von diesen Einschränkungen allerdings nichts zu spüren. Im Gegenteil: im vierten Quartal 2015 konnten die Besuchs-zahlen erneut gesteigert werden und zwar wieder um +1% (Basis: Verbraucher-panel CREST). Zusätzlich zu diesem Besuchstrend erhöhten sich auch die Durchschnittsausgaben pro Person um +3% und führten so insgesamt zu einem Ausgabenplus von rund +4%. Die stärksten Zuwächse der Durchschnittsausgaben fanden dabei übrigens in der Schnellgastronomie (QSR) statt. Ausschlaggebend für das Plus bei den Besuchen waren vor allem die Arbeitsplatz- und Ausbildungs-verpflegung (Onsite) mit +2%, aber auch  die Schnellgastronomie mit +1% und der Retail-Bereich mit ebenfalls einem Zuwachs um +1%. Das Segment der Bedien-gastronomie (FSR) konnte sich zumindest stabil entwickeln.   

Das Plus innerhalb des OnSite-Sektors stammte annähernd gleichermaßen aus der Arbeitsplatz- wie auch der Ausbildungsverpflegung, mit einem leicht höheren Anstieg aus letzterer.

Auch der Aufwärtstrend in der Schnellgastronomie (QSR) setzte sich erfreulicher-weise weiter fort: die gestiegenen Gästezahlen rührten dabei primär aus den Bereichen Chicken, Asia und Pizza, wobei Pizza-Imbisse/Restaurants den größten Markt der drei Untersegmente ausmachen. Besuchsrückgänge waren dagegen vor allem bei griechischen Schnellimbissen zu verzeichnen und auch Burger-Restaurants blieben nach wie vor im Minus, konnten sich aber dennoch im Vergleich zu den Vorquartalen weiter erholen.

In puncto Handel gab es erneut ein zweigeteiltes Bild: die klassischen Handels-restaurants (innerhalb der Kaufhäuser) mussten Besuchseinbußen hinnehmen, die Regalentnahmen in Supermärkten mit sofortigem Verzehr hingegen konnten wiederum zulegen.

Und schließlich zur Bediengastronomie: trotz der Stagnation insgesamt, waren innerhalb des Segments auch Gewinner zu verzeichnen: insbesondere vegeta-rische Restaurants, aber auch Fisch-Restaurants und die Spezialisierungen mexikanische und türkische Küche wiesen positive Trends auf. Über rückläufige Besuchszahlen hatten dagegen in erster Linie erneut Steak-Häuser, aber auch griechische Restaurants (analog zur Schnellgastronomie) zu leiden.

Wie entwickelten sich nun die verschiedenen Einflussfaktoren der Gastronomie?

In puncto Tagezeiten waren die stärksten prozentualen Gäste-Zuwächse wieder beim Frühstücksgeschäft festzustellen (vor allem durch Schnellgastronomie und Retail), aber auch das Abendessen konnte wieder an Bedeutung gewinnen. Weitere Treiber waren zudem das Geschäft am Wochenende (samstags/ sonntags), der Vor-Ort-Verzehr in der Gastronomie, das Familiengeschäft sowie die großen Systembetriebe, während unabhängige Restaurants und Kantinen erneut Gäste verloren.

Insgesamt verzichten offensichtlich trotz aktueller Krisen und gesunkener Verbrauchstimmung viele Gäste nicht auf den Außer-Haus-Besuch. Die Besuchs-steigerungen konzentrieren sich dabei eher auf die günstigen Marktsegmente, gleichzeitig stiegen in der Schnellgastronomie die Ausgaben pro Besuch aber auch stärker an als in den anderen Segmenten.

Dank stabiler Rahmenbedingungen ist insgesamt zu erwarten, dass die deutsche Gastronomie sowohl in puncto Ausgaben als auch Besuchen weiter wachsen wird.

Für weitere Informationen wählen Sie bitte +49 911 8918 0 oder senden uns eine Email an contactnpd@npd.com


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